Zahlreiche Gläubige aus verschiedenen christlichen Gemeinden haben sich am Freitag, 27.03.2026, auf den Weg durch Gaildorf gemacht, um gemeinsam den diesjährigen ökumenischen Kreuzweg zu begehen.
Die Veranstaltung führte von der evangelischen Stadtkirche bis zum abschließenden Zusammenkommen in der Süddeutschen Gemeinschaft und setzte eindrucksvolle Impulse für Besinnung, Gemeinschaft und gelebten Glauben.
Der Zug der Gläubigen bewegte sich durch die Stadt, angeführt von einem Kreuz, in das bereits der Termin des diesjährigen Kreuzwegs eingraviert war. Dieses sichtbare Zeichen begleitete die Teilnehmenden auf ihrem Weg und verlieh der Prozession eine besondere Symbolkraft.
An den einzelnen Stationen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreich gestaltetes Programm. So wurde zu Beginn die Salbung Jesu in Bethanien aufgegriffen: In einer eindrücklichen Geste durfte jede und jeder seinen Nächsten salben – ein Moment der persönlichen Begegnung und des bewussten Innehaltens.
In der katholischen Kirche erhielten alle Teilnehmenden aus Sticken gefertigte Handfesseln, die zunächst angelegt wurden. Nach einem Impulsvortrag konnten diese neben der entzündeten Osterkerze wieder abgelegt werden – ein symbolischer Akt der Befreiung und Hoffnung.
Besonders eindrucksvoll war auch ein Anspiel von Jugendlichen der neuapostolischen Kirche. Sie übertrugen die Begegnung mit Simon von Kyrene, der Jesus beim Tragen des Kreuzes half, in die heutige Zeit und machten so die Botschaft für das Publikum greifbar und aktuell.
Den Abschluss bildete die Station in der Süddeutschen Gemeinschaft. In einem Bildervortrag, in dem Puppen in Szene gesetzt wurden, wurde dort dargestellt, wie der Gekreuzigte Spott und Leid ertragen musste, am Ende jedoch als Heilsbringer erkannt wurde – ein bewegender Ausblick auf die zentrale Botschaft des Osterfestes.
Musikalisch wurde jede Station von einem Chor umrahmt, der mit passenden Liedern die jeweiligen Themen unterstrich. Viele Teilnehmende stimmten mit ein, sodass eine dichte und gemeinschaftliche Atmosphäre entstand.
Der ökumenische Kreuzweg zeigte einmal mehr, wie verbindend der gemeinsame Glaube über Gemeindegrenzen hinweg wirken kann – und hinterließ bei den Teilnehmenden bleibende Eindrücke.
Bilder und Text: Petra Noller