Am 10. Mai 2026 war Wilhelm Buntz, vielen bekannt als „Der Bibelraucher“, zu Gast in Unterbrüden. Rund 50 Besucherinnen und Besucher – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – erlebten einen bewegenden und eindrucksvollen Nachmittag.
Wilhelm Buntz erzählte offen und ehrlich aus seinem Leben. Seine Geschichte beginnt geprägt von Ablehnung, Gewalt und Heimaufenthalten. Schon als Kind geriet er auf die schiefe Bahn und zog später mit zahlreichen Straftaten eine Spur der Gewalt durch Deutschland. Über 140 Straftaten, schwere Raubüberfälle und ein Leben voller Hass, Wut und Hoffnungslosigkeit bestimmten viele Jahre seinen Alltag. Sein Körper war von fast 200 Tattoos bedeckt, von denen viele für begangene Straftaten standen.
Die entscheidende Wende geschah 1983 während seiner Haftzeit im Gefängnis in Bruchsal. Weil ihm Zigarettenpapier fehlte, begann er, Seiten aus einer Bibel herauszureißen und zu rauchen. Doch bevor er die Seiten verwendete, las er sie. So „rauchte“ er sich durch das Alte Testament – bis ihn die Botschaft des Neuen Testaments tief berührte. Wilhelm Buntz berichtete eindrucksvoll davon, wie ihm Jesus Christus begegnete und wie der Glaube sein Leben grundlegend veränderte.
Viele der Teilnehmer waren sichtlich bewegt von seinem lebendigen und authentischen Vortrag. Besonders beeindruckend war, wie offen er von seinem früheren Leben, seinen Fehlern und seinen Erfahrungen mit Gott erzählte. Immer wieder bezog er das Publikum mit ein und schuf dadurch eine persönliche und nahe Atmosphäre. Von Anfang an wirkte er nahbar, suchte das Gespräch mit den Zuhörern und beeindruckte viele durch seine ehrliche Art und seine Ausstrahlung.
Im Anschluss an den Vortrag gab es bei Getränken und Snacks noch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen, ins Gespräch zu kommen und den Nachmittag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Weitere Informationen zu Wilhelm Buntz und seinen Büchern gibt es bei Fontis Verlag.
Text und Bilder: Michael Feihl