Anlässlich des ökumenischen Tages der Schöpfung trafen sich viele Christen und die Vertreter des ACK Weissacher Tal am Sonntag, 8. September 2024, zu einem interkonfessionellen Gottesdienst in der evangelischen Sankt Agatha Kirche in Unterweissach. Das Motto der ACK für diesen Tag lautete: "Lasst jubeln die Bäume des Waldes".
Eingeleitet wurde diese ACK-Veranstaltung mit dem Sologesang von Steffen Eberle. Er sang das schöne Lied "What a wonderful world".
Nach der Begrüßung durch die ACK-Vorsitzende Regine Pscheidl wurden die Anwesenden durch eine Begriffscollage in eine Waldatmosphäre mit Vogelgezwitscher versetzt. Dabei konnte jeder Begriffe äußern, die man mit dem Wald verbindet, wie z.B. Baum, Rehspuren, Sauerstoff, grün, Vogelstimmen oder Pilze.
Danach sangen alle zusammen das bekannte Lied "Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht", was einerseits das Gefühl einer verbindenden Gemeinsamkeit und andererseits eine große Bewunderung sowohl dem allmächtigen Schöpfer als auch seiner vollkommenen Schöpfung gegenüber ausgelöst hat.
Daraufhin zeigte Gerlinde Wengert von der evangelischen Kirche Bilder und Texte mit biblischen Beispielen zum Thema: "Wann können Bäume jubeln und was können wir dafür tun?" Man konnte sich das alles anschauen und sich dabei austauschen, wobei interessante Gespräche entstanden. Besonders beeindruckend war ein Foto, wo auf der linken Seite der Regenwald und auf der rechten Seite eine abgeholzte Fläche zu sehen war. So wurde deutlich, dass Gott Vollkommenes schafft - und was macht der Mensch daraus?
Anschließend überbrachte Priester Jürgen Albrecht von der neuapostolischen Kirche Gedanken des Stammapostels zum Bibelwort aus Jeremia 17, 7.8: "Gesegnet ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte."
Nach den Gedanken der ACK Co-Vorsitzenden Elfi Reiser zu: "Was wäre ohne Bäume?" sangen wieder alle gemeinsam – und zwar das Lied "Himmel, Erde, Luft und Meer".
Im Anschluss daran bildeten die Versammelten einen Halbkreis zu einem Körpergebet Franziskus mit den entsprechenden Gesten, was die Haltung Gott gegenüber noch deutlicher und sichtbarer gemacht hat. Dieses Gebet leitete Gabriele Goertsches von der katholischen Kirche.
Abgerundet wurde der Gottesdienst mit einem von vier Personen aus verschiedenen ACK-Gemeinden gesprochenen Fürbittgebet und dem Schlusssegen durch die ACK Co-Vorsitzende Elfi Reiser.
Zum Schluss wurde noch vorgestellt, wozu die Kollekte von diesem Abend verwendet wird. Der Betrag geht an Life Giving Forest zur Unterstützung von Aktionen auf den Philippinen. Dabei wird Wert gelegt auf Chancengleichheit, Armutsbekämpfung und aktive Umweltschutzmassnahmen.
Bei einem gemütlichen Ständerling wurde die gemeinsame Sorge um die Bewahrung der Schöpfung spürbar. Gleichzeitig war die Freude groß, sich als Christen zu treffen und einen solchen Abend gemeinsam zu erleben.
Text: Jürgen Albrecht, Bilder: Tanja Schulz