Im Mittelpunkt des Ökumenischen Bibelsonntags am 26. Januar 2025 stand in diesem Jahr ein Text aus dem Johannesevangelium. Das Thema des Gottesdienstes war: Zeichen der Gegenwart Gottes.
Die Predigt verarbeitete die Bibelstelle Johannes 20,19-31. In dieser wird die Begegnung Jesu und Thomas nach Jesu Erscheinung vor den Jüngern erzählt.
Der evangelische Pfarrer Adler, der katholische Wortverkündiger Miltenberger und Gemeindeleiter Moll von der Neuapostolischen Kirche gestalteten gemeinsam den Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche.
Zunächst stellten Pfarrer Adler und Gemeindeleiter Moll die Begebenheit in einer fiktiven Interviewsituation mit dem Jünger Thomas nach. Wortverkündiger Miltenberger transportierte die Begegnung dann in die heutige Zeit:
Jesus gibt allen, was sie zum glauben brauchen, und er nimmt alle ernst. Thomas wurde nicht ausgeschlossen in seinem Zweifel. Er gehört weiter zum Kreis der Jünger. Dem gläubigen Thomas war nach diesem Erlebnis nichts zu schade, das Evangelium zu verkünden - unter Einsatz seines Lebens.
"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben" - in Thomas' Situation sind alle heutigen Christen versetzt. Keiner der Gottesdienstbesucher habe die Möglichkeit, Jesus von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Warum versammeln sich Christen dennoch in seinem Namen? Weil Gottes Wort wie Licht in der Nacht ist. Man erfährt Gott nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen.
Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem Umtrunk eingeladen.
Zentrales Anliegen des jährlich stattfindenden Bibelsonntags ist die Ökumene und damit die gemeinsame Beschäftigung mit der Bibel, die als Grundlage des christlichen Glaubens die verschiedenen Konfessionen miteinander verbindet.
Text und Bilder: Petra Noller