Am 27. April traten fünf Konfirmandinnen vor den Altar, um ihr Konfirmationsgelöbnis abzulegen und den Segen Gottes zu empfangen. Evangelist Matthias Kraft hielt den Gottesdienst und führte die Segenshandlung durch.
Musik erfüllte die Kirche, als die Familien und Gäste der Konfirmandinnen das Gotteshaus betraten. Dann wurde es still und der Chor stimmte das Lied „Komm her, freu dich mit uns!“, an. Das war das Zeichen für die Konfirmandinnen, sich durch das Kirchenschiff zu ihren Plätzen in der ersten Reihe zu begeben. Sie stimmten mit der ganzen Gemeinde in das Eingangslied „Herr Jesu, dir zu leben“, ein, während Evangelist Kraft an den Altar trat und nach dem Eingangsgebet das Bibelwort aus Philipper 2, Vers 4 vorlas: „Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was dem andern dient.“ Der Evangelist wies darauf hin, dass damit nicht gemeint sei, sich selbst zu vernachlässigen und verwendete das Bild der Wippe, auf der zu schaukeln es nur dann Spaß macht, wenn ein Gleichgewicht besteht. Er zeigte beispielhaft drei Bereiche auf, in denen es wichtig ist, auf das zu sehen, was dem andern dient: Im Gebet, in der Gemeinde, in den Gefühlen. Die beiden Vorsteher der Tälesgemeinden, Tim Preukschat und Steffen Zanker, wandten sich jeweils mit kurzen, sehr herzlichen Wortbeiträgen an die Konfirmandinnen und alle Anwesenden. Der Chor unterstrich ihre Worte mit dem Lied: „Brauchst du Kraft, bei ihm ist Stärke.“
Direkt vor der Feier des Heiligen Abendmahls traten die Konfirmandinnen an den Altar. Inzwischen hatte sich ein Teil der Jugendlichen aus der Gemeinde ums Klavier und Mikrofon versammelt. Drei Konfirmandinnen des letzten Jahrgangs lasen den Brief und die Segenswünsche des Stammapostels vor und stimmten dann mit dem Jugendchor in eine flotte Vertonung des Liedes „Komm her“, mit ein.
Bei der Ansprache vor dem Segen zeigte Evangelist Kraft mit einem kleinen Experiment, wie wichtig es ist, sich zuverlässig zu orientieren. Er hatte einen Kompass dabei, dessen Nadel korrekt nach Norden ausgerichtet war. Doch mit einem Magneten ließ sich die Nadel leicht beeinflussen und zeigte plötzlich in die falsche Richtung. Der vermeintlich zuverlässige Kompass wurde dadurch nutzlos. Anschließend legten die Konfirmandinnen ihr Gelübde ab und empfingen nach vorherigem Gebet den Segen zu ihrer Konfirmation.
Viele aus der Gemeinde, die Familien und Gäste wünschten den Konfirmandinnen persönlich Gottes Segen und viel Gutes zu ihrer Konfirmation. Es war sehr schön, dabei in ihre strahlenden Gesichter zu blicken!
Text: Dorle Röhrle
Bilder: Roland Wacker